COVID-19-Impfempfehlung der STIKO 2026
Auffrischimpfungen
Folgende Personengruppen sollen jährlich einmalig pro Saison eine Impfung mit einem zugelassenen mRNA-oder proteinbasierten Impfstoff entsprechend der Zulassung mit einer jeweils von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) empfohlenen Variantenanpassung erhalten:
- Personen im Alter ≥ 75 Jahre
- Bewohnende in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
- Personen ab dem Alter von 6 Monaten mit einer Grundkrankheit*, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf einhergeht
- Schwangere bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge einer Grunderkrankung oder schwangerschaftsassoziierter Komplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie) ab dem 2. Trimenon
- Medizinisches Personal mit einem
erhöhten
tätigkeitsbezogenen Infektionsrisiko für SARS-CoV-2 (z. B. Medizinische Notaufnahme, Intensivstation etc.)
- Medizinisches Personal, das Risikopatientinnen oder -patienten betreut (als Risikopersonen gelten hierbei Personen mit den unten aufgeführten Grunderkrankungen*)
- Familienangehörige und enge Kontaktpersonen ab dem Alter von 6 Monaten von Personen, bei denen nach einer COVID-19-Impfung keine schützende Immunantwort zu erwarten ist
Bei der Impfung soll zwischen nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion oder der letzten COVID-19-Impfung möglichst ein Mindestabstand von 6 Monaten eingehalten werden.
Gesunden Erwachsenen < 75 Jahre sowie
gesunden Schwangeren werden derzeit keine jährlichen Auffrischimpfungen empfohlen.
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* Zu den Grundkrankheiten mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf können z. B. gehören:
▶▶ Chronische Erkrankungen der Atmungsorgane (z. B. chronisch obstruktive Lungenerkrankung [COPD])
▶▶ Chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen
▶▶ Diabetes mellitus und andere Stoffwechselerkrankungen
▶▶ Adipositas (BMI
≥ 30)
▶▶ Erkrankungen des zentralen Nervensystems (ZNS), wie z. B. chronische neurologische Erkrankungen, Demenz oder geistige Behinderung, psychiatrische Erkrankungen oder zerebrovaskuläre Erkrankungen
▶▶ Syndromale Erkrankungen (z.B. Trisomie 21)
▶▶ Angeborene oder erworbene Immundefizienz (z. B. Human Immunodeficiency Virus-(HIV-) Infektion, chronisch-entzündliche Erkrankungen unter relevanter immunsupprimierender Therapie, Z. n. Organtransplantation)
▶▶ Aktive neoplastische Krankheiten (Krebs)
▶▶ Schwangerschaftskomplikationen (z. B. Gestationsdiabetes, Hypertonie)
▶▶ Langzeitfolgen nach COVID-19